Die Jahreshauptversammlung 2018 der Freiwilligen Feuerwehr Markgröningen fand am 23. Februar in der Mensa des Schulzentrums am Benzberg statt.

Im Bericht des Kommandanten wurde ein Überblick über das vergangene Jahr 2017 gegeben:

Die Freiwillige Feuerwehr hatte zum 31.12.2017 175 Mitglieder. Diese gliedern sich in 100 Aktive, 44 Mitglieder in der Altersfeuerwehr und 31 Jugendfeuerwehrangehörige. Darunter sind 14 weibliche Feuerwehrangehörige.
Es konnten 2017 sechs Feuerwehranwärter (Marvin Gutschner, Philipp Hörer, Peter Lierhammer, Marvin Rüd, Pascal Schenk, Julian Silcher) aufgenommen werden. Davon sind drei aus der Jugendfeuerwehr. Des Weiteren konnten fünf ausgebildete Kameraden (Christopher Denzel, Marius Karle, Diana Keil, Malte Klein, Timo Kraft) neu aufgenommen werden. Sechs Kameraden haben die Wehr verlassen (Sven Götz, Jens Hartmann, Dominik Jauch, Frank Kerzel, Markus Ruhm, André Schmid). Übertritte in die Altersfeuerwehr gab es 2017 keine. Drei Kameraden der Altersfeuerwehr (Otto Bräckle, Hermann Buchenroth, Eugen Zwicker) sind verstorben. Sechs neue Mitglieder (Moritz Berger, Leo Goldmann, Fabian Grethel, Marian Hörer, Arian Krause, Aurelia Xhaferaj) konnten in der Jugendfeuerwehr aufgenommen werden. Drei Mitglieder verließen die Jugendfeuerwehr (Florian Geier, Panagiotis Kalketinidis, Lara Steuck).
Die Personalstärke in der Wehr war über lange Jahre etwa gleich und konnte nun leicht erhöht werden. Auch 2018 wurden bereits einige neue Kamerad/innen aufgenommen. Die Jugendfeuerwehr ist dabei weiterhin der wichtigste Nachwuchslieferant. Für ausscheidende Führungskräfte muss rechtzeitig nach Ersatz geschaut werden. Die Ausbildungen in diesem Bereich sind aufgrund der Wartefristen an der Landesfeuerwehrschule problematisch. Es bedarf der Zustimmung durch den Kreisbrandmeister. Chancen auf einen Lehrgangsplatz haben derzeit nur tagesverfügbare Kräfte. Die Wehr profitiert auch von Feuerwehrkameraden aus anderen Orten, die in Markgröningen arbeiten und tagsüber mit in den Einsatz fahren. Trotzdem muss die Anzahl der tagesverfügbaren Einsatzkräfte zwingend erhöht werden, da sonst die geforderten Mindestfristen nicht eingehalten werden können – vor allem in Unterriexingen ist die Lage kritisch.
Durch Informationsveranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür oder dem Aktionstag in Unterriexingen wird versucht weitere Einsatzkräfte zu gewinnen. Besonders hilfreich wäre es auch, wenn die Stadt Markgröningen als einer der größten Arbeitgeber im Ort, ihre Mitarbeiter zu einer Mitgliedschaft in der Feuerwehr ermuntern würde.
Die Anzahl der Einsätze bewegte sich auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Dies wird voraussichtlich auch in Zukunft so bleiben. 2017 wurden 124 Einsätze abgearbeitet. Es wurden unter anderem 28 Brände, 48 Technische Hilfeleistungen, 33 Fehlalarmierungen sowie 15 Sonstige Einsätze abgearbeitet. Die Alarmierungen in Folge einer Auslösung privater Rauchwarnmelder nahmen deutlich zu, dies erklärt die markant gestiegene Anzahl an Fehlalarmeirungen (Vorjahr 19). 23 Einsätze wurden in Unterriexingen gefahren. 10 Mal wurden Überlandhilfe-Einsätze gefahren (9 Schwieberdingen, 1 Möglingen).
2017 konnten 27 Personen durch die Feuerwehr gerettet werden. 4 Personen konnten nur noch tot geborgen werden.
Die Bandbreite der verschiedenen Einsätze erstreckt sich über ein weites Spektrum und hinterlässt auch oft Eindrücke, die nicht so schnell verarbeitet werden können – wie beispielsweise der Brand in der Sozialunterkunft im Gerbergässle bei dem zwei Personen noch an der Einsatzstelle verstarben und zwei weitere im Krankenhaus. Es gibt aber auch schöne Momente: nach dem Transport einer Schwangeren mithilfe der Drehleiter aus dem Obergeschoss bis zum Rettungswagen wurde kurz nach dem Eintreffen im Kreißsaal ein gesundes Kind geboren.
Von der Wehr wurden insgesamt 11.043 Stunden Dienst geleistet. Im Detail waren dies 2.266 Einsatzstunden, 3.996 Übungsstunden, 3.857 Stunden für die Jugendfeuerwehr, 316 Stunden für Sonstiges und 608 Stunden für den Ordnungsdienst am Schäferlauf. Darin sind die Besprechungen mit der Stadtverwaltung, dem Landratsamt, Firmen, Bürgern, die Vorbereitungen für Übungen, Ausschusssitzungen und die Verwaltungsarbeit nicht enthalten.
Im Jahr 2017 wurde unter anderem beschafft: Großgenerator, Ausgehuniformen, Sicherheitsbeklebung für den Rüstwagen, Schienenrollwagen, Feldbetten für die Jugendfeuerwehr, Schmutzwasserpumpe (als Ersatz für die Tragkraftspritze in Unterriexingen), Heustocksonde, Gefahrgutschrank für die Werkstatt im Feuerwehrhaus Markgröningen, Digitale Meldeempfänger, Stromeinspeisung Feuerwehrhaus Markgröningen. . Die Beschaffungen sind überwiegend auf Alter und/oder Verschleiß zurückzuführen.
In naher Zukunft sind folgende Beschaffungen u.a. notwendig: Ersatz Einsatzkleidung, Ersatzbeschaffung LF 16/12 (Zuschuss ist bewilligt), Ausgehuniform, Helme, Anhänger für Großgenerator, Sanierung baulicher Altlasten an den Feuerwehrhäusern.
Es wird allen Kameraden für die in Einsatz und Übungen geleistete Arbeit und die gute Kameradschaft gedankt. Ebenso geht der Dank an Stadtverwaltung, Gemeinderat und Bürgermeister sowie die Nachbarfeuerwehren für die gute Zusammenarbeit.
Neben dem Einsatz- und Übungsdienst wurden auch andere Veranstaltungen besucht oder ausgerichtet. So konnten sich beim Markgröninger Abendspaziergang interessierte Bürger in der Feuerwehr umsehen, beim Tag der offenen Tür Jung und Alt informieren und auch etliche Kindergartengruppen und Schulklassen schauten vorbei. Schäferlauf, Sommerfest und Gutslebacken standen ebenfalls auf dem Programm.

Bürgermeister Rudolf Kürner begrüßt die Anwesenden und dankt den Feuerwehrangehörigen auch im Namen des Gemeinderats. Er verdeutlicht, dass neben einer schlagkräftigen Mannschaft und guter Ausbildung auch die Ausrüstung bedeutend ist. 2017 war ein schwieriges Jahr – der Brand im Gerbergässle ist noch nicht verdaut. Auf solche Einsätze könne man gerne verzichten. Besonders schwierig ist es auch, wenn die Einsatzkräfte durch die Parksituation behindert werden. Der Vollzugsdienst ist daher angewiesen in den betroffenen Gebieten stärker zu Kontrollieren. Ein leidiges Thema ist die Stelle des Gerätewarts in der Feuerwehr. Nachdem im vergangenen Jahr ein guter Bewerber eingestellt werden konnte, ist die Stelle demnächst wieder vakant. Es bleibt zu hoffen, dass sie zukünftig längerfristig besetzt bleibt.

Ausbildungsleiter Tobias Günzler gibt den Anwesenden Informationen zu den Lehrgängen und Übungen. 2017 fanden insgesamt 229 Übungen statt. Neben den regelmäßigen wöchentlichen Übungen wurde unter anderem von einer Gruppe das Leistungsabzeichen in Gold abgelegt. Zudem wurden etliche Lehrgänge besucht. Unter anderem die Grundausbildung (1 Teilnehmer), Sprechfunker-Lehrgang (1), Truppführer-Lehrgang (3), Gruppenführerlehrgang (1), Zugführerlehrgang (1) sowie verschiedene Lehrgänge zur Technischen Hilfeleistung auf Kreisebene (11).

Ein weiterer Punkt am Abend waren die Bericht des Kassenführers Nico Flattich sowie der Kassenprüfer, woraufhin die Jahresrechnung angenommen wurde.

Der Leiter der Jugendfeuerwehr Daniel Hoppe stellt den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr vor:
Die Jugendfeuerwehr konnte im Jahr 2017 sechs Neuaufnahmen verzeichnen. Drei Mitglieder verließen die Jugendfeuerwehr. Der Personalstand zum 31.12.2017 betrug 31 Mitglieder. Diese gliedern sich in 2 Mädchen und 29 Jungen auf. Es besteht ein Aufnahmestopp mit Warteliste, da für mehr Jugendliche die Kapazitäten fehlen.
Im vergangen Jahr 2017 wurden 3.857 Stunden Jugendarbeit geleistet. Es wurden 1.918 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung abgehalten und 1.936 Stunden allgemeine Jugendarbeit.
Die Jugendfeuerwehr hat 2017 unter anderem die Jugendfeuerwehr-Hauptübung und das 24-Stunden-Projekt durchgeführt, am Kreispokal und der Bezirkshauptübung teilgenommen, war beim Tag der offenen Tür sehr erfolgreich und hat am Schäferlauf für Abkühlung gesorgt. Höhepunkt war der mehrtägige Ausflug in den Europa-Park und die Region Kehl. Für den sicheren Transport der Jugendlichen wurde an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen.
2018 steht das 20-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Markgröningen an. Der Kreispokal der Jugendfeuerwehren findet deshalb in Markgröningen statt.

Erwin Elser berichtet aus der Altersfeuerwehr: Die Altersfeuerwehr besuchte 2017 Besenwirtschaft Sattler (Jahrestreffen) in Markgröningen sowie den Schlemmerbesen in Gemmrigheim (Kreisfeuerwehrverband). Die Lehrfahrt des Kreisfeuerwehrverbands führte in das Deutschen Luft-und Raumfahrtzentrum in Lamportshausen und zu einer Weinbergrundfahrt in Markelsheim. Auch ein Ausflug ins Allgäu mit abwechslungsreichem Programm wurde durchgeführt. Im November fand die Versammlung der Altersfeuerwehren im Landkreis in Markgröningen statt. Für 2018 sind bereits etliche Ausflüge und die Teilnahme an Veranstaltungen der Aktiven Wehr geplant. Auch ein regelmäßiger Stammtisch im Feuerwehrhaus Markgröningen wird durchgeführt.

Es wurden neue Kassenprüfer gewählt: Peter Zibold und Philipp Ritz übernehmen das Amt für die nächsten Jahre.

Anschließend folgten die Tagesordnungspunkte Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen.

Neuaufnahmen
Feuerwehranwärter/innen: Marvin Gutschner, Peter Lierhammer, Julian Silcher, Alexandra Wixler
Ausgebildete Feuerwehrmänner: Christopher Denzel, Marius Karle, Diana Keil, Malte Klein, Timo Kraft, Jochen Spelsberg
Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr: Tiago Almeida, Philipp Hörer, Maurits Mödinger, Marvin Rüd, Pascal Schenk, Nicolas Volz

Beförderungen
Oberfeuerwehrfrau /-mann: Jannis Berhausen, Christof Bäßler, Alexandra Dahl, Annika Decker, Christopher Denzel, Nico Reiter, Silke Ritz, Maximilian Sallinger, Lars Schwarz
Hauptfeuerwehrmann: Martin Hoppe
Löschmeister: Daniel Hoppe
Brandmeister: Jürgen Findeis

Ernennungen
Maschinist: Oliver Neubauer
Jugendwart: Annika Decker
stv.  Gerätewart: Ingo Staiger
Kleiderwart: Annika Decker, Kerstin Jentsch
Leiter Absturzsicherung: Markus Bader
stv. Leiter Absturzsicherung: Stefan Bayha

Ehrungen Aktive
Silbernes Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre: Albert Bader, Uwe Loistl, Werner Mayer
30 Jahre: Ralf Banzhoff, Klaus Decker, Armin Gröner, Edgar Mülleck
35 Jahre: Dieter Bader, Martin Bayha, Uwe Goldmann

Ehrungen Altersfeuerwehr
30 Jahre: Erwin Bader
40 Jahre: Martin Glaser, Manfred Volz
50 Jahre: Ekkehard Engmann
60 Jahre: Edmund Ketelhut

Übernahmen in die Altersfeuerwehr
Drei Kameraden verließen die Aktive Wehr und wechselten zur Altersabteilung über: Ralf Banzhoff,  Norbert Degen, Erich Hämmerle

 

Ein detaillierter Bericht über die Aktivitäten der Feuerwehr Markgröningen im Jahr 2017 kann hier im Jahresbericht heruntergeladen werden.

 

 

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